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Beobachterin des Herzens der Milchstraße

Andrea Ghez

1965–

Andrea Ghez verfolgt Sternbahnen nahe dem galaktischen Zentrum. Ihre Bewegungen zeigen eine enorme Masse in einem sehr kleinen Raum, verbunden mit der Quelle Sagittarius A*.

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Andrea Ghez
Dokumentarisches Foto von Andrea Ghez.
BorderlineRebel · CC BY-SA 4.0 · Bildquelle
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Ein Leben für die Forschung

Sie wurde in New York geboren und studierte am Massachusetts Institute of Technology sowie am California Institute of Technology. An der University of California Los Angeles entwickelte sie ein Beobachtungsprogramm für das Zentrum unserer Galaxie.

Ihr Team nutzt die Keck-Teleskope und Infrarotaufnahmen, mit denen sich der verdeckende Staub besser durchdringen lässt. Hochauflösende Verfahren wie adaptive Optik verringern die durch die Erdatmosphäre verursachte Unschärfe.

Den Beitrag verstehen

Durch jahrelange Beobachtung derselben Sterne lassen sich deren Bahnen rekonstruieren. Aus Form und Geschwindigkeit dieser Umläufe kann mithilfe der Gravitationsgesetze die zentrale Masse berechnet werden.

Die Ergebnisse weisen auf ungefähr vier Millionen Sonnenmassen in einem sehr kleinen Volumen hin. Zusammen mit den unabhängigen Untersuchungen von Reinhard Genzels Team liefern sie entscheidende Belege für ein supermassereiches Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße.

Was diese Arbeit veränderte

Der Physiknobelpreis 2020 würdigte diese Beobachtungsleistung. Sie zeigt, wie die Bewegung leuchtender Objekte einen zentralen Körper sichtbar machen kann, dessen eigenes Licht nicht unmittelbar beobachtet wird.

Quellen und Referenzen