Ein Leben für die Forschung
Er wurde in eine dänische Adelsfamilie geboren und widmete sich nach seinem Universitätsstudium der Astronomie. Auf der Insel Hven errichtete er Uraniborg als Zentrum für Beobachtung, Instrumentenbau und astronomische Berechnung.
Gegen Ende seines Lebens ging er nach Prag in den Dienst Kaiser Rudolfs II. Dort trat Johannes Kepler 1600 seiner Arbeitsgruppe bei. Die kurze Zusammenarbeit hatte weitreichende Folgen für die Astronomie.
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1572 beobachtete Tycho einen neuen Stern, heute als Supernova verstanden. Weil keine Parallaxe messbar war, musste er jenseits des Mondes liegen. Das widersprach der Vorstellung eines unveränderlichen fernen Himmels.
Anschließend vermaß er systematisch Stern- und Planetenpositionen ohne Teleskop. Er vertrat ein Modell, in dem die Sonne die Erde umkreist und die übrigen Planeten die Sonne: eine andere Erklärung als die später von Kepler übernommene.

