Ein Leben für die Forschung
Nach einer naturwissenschaftlichen Ausbildung arbeitete sie am Harvard-Observatorium mit dessen großer Sammlung fotografischer Platten. Trotz der damaligen Beschränkungen für Frauen und einer starken Hörbeeinträchtigung baute sie eine wissenschaftliche Laufbahn auf.
Mit geübtem Blick klassifizierte sie eine enorme Anzahl von Spektren nach einheitlichen Regeln. Ihre Arbeit bildete die Grundlage des Henry-Draper-Katalogs, dessen mehrere Bände zwischen 1918 und 1924 erschienen.
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Cannon vereinfachte frühere Systeme, indem sie Sterne nach den Mustern ihrer Spektrallinien gruppierte. Die Buchstaben stehen deshalb nicht in alphabetischer Reihenfolge: Die Ordnung entstand schrittweise aus Beobachtungen und Überarbeitungen.
Später wurde diese Folge als Temperaturskala verstanden, von den heißesten zu den kühlsten Sternen. Cecilia Payne-Gaposchkin erklärte, wie Temperatur und Ionisation die unterschiedlichen Spektren hervorbringen.

