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Erforscher der Galaxie und der Kometen

Jan Oort

1900–1992

Jan Oort untersuchte die Rotation der Milchstraße und vermutete ein riesiges Kometenreservoir um das Sonnensystem. Diese ferne Struktur wird heute als Oortsche Wolke bezeichnet.

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Jan Oort
Foto Jan Oorts an der Sternwarte Leiden, 1961.
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Ein Leben für die Forschung

Nach seinem Studium in den Niederlanden arbeitete er überwiegend an der Sternwarte Leiden. Er verband die messbaren Bewegungen einzelner Sterne mit grundlegenden Fragen zum Aufbau unserer Galaxie.

Außerdem förderte er die niederländische Radioastronomie. Radiowellen durchdringen viele Staubgebiete, die sichtbares Licht behindern, und ermöglichen dadurch einen anderen Blick auf die Milchstraße und ihr Wasserstoffgas.

Den Beitrag verstehen

1927 stützte seine Untersuchung von Sternbewegungen die differentielle Rotation der Galaxie: Sterne bewegen sich nicht gemeinsam wie die Punkte einer starren Scheibe. Die Oortschen Konstanten beschreiben Eigenschaften dieser Rotation in unserer Umgebung.

1950 erklärte er die Bahnen vieler langperiodischer Kometen durch ein fernes Reservoir. Störungen könnten von dort einzelne Körper ins innere Sonnensystem lenken. Diese Wolke ist aus Beobachtungen erschlossen und wurde nicht als Ganzes direkt fotografiert.

Was diese Arbeit veränderte

Seine Arbeit zeigt, wie sich aus Bewegungen in unserer Nähe wesentlich größere Strukturen ableiten lassen, von der galaktischen Nachbarschaft bis zu den äußersten Bereichen des Sonnensystems.

Quellen und Referenzen