Willkommen auf Universum.luUniversum · Das Astronomieportal
Das Portal / Roger Penrose · Große Persönlichkeiten
Mathematiker der extremen Gravitation

Roger Penrose

1931–

Roger Penrose zeigte, dass Singularitäten unter bestimmten Bedingungen eine robuste Folge der allgemeinen Relativitätstheorie sind. Sie entstehen nicht nur in vollkommen symmetrischen Modellen eines kollabierenden Sterns.

← Zurück zur Porträtgalerie
Roger Penrose
Dokumentarisches Foto.
Festival della Scienza · CC BY-SA 2.0 · Bildquelle
Für diese Website verkleinert und in WebP umgewandelt.

Ein Leben für die Forschung

Er wurde in England geboren und studierte Mathematik in London und Cambridge. Seine Forschung verbindet Geometrie, Relativität und neue Darstellungen der Struktur der Raumzeit.

Penrose entwickelte Methoden, um die globalen Eigenschaften einer Raumzeit zu untersuchen, ohne jede Einzelheit einer speziellen Lösung der Einstein-Gleichungen auszurechnen. Damit wurden neue physikalische Fragestellungen mathematisch zugänglich.

Den Beitrag verstehen

1965 bewies er unter genau benannten Voraussetzungen einen Singularitätssatz für den Gravitationskollaps. Das Ergebnis setzt keinen vollkommen kugelsymmetrischen Stern voraus und gab der Theorie Schwarzer Löcher eine wesentlich allgemeinere Grundlage.

Eine Singularität kennzeichnet dabei eine Grenze der klassischen Beschreibung, etwa weil bestimmte Bahnen nicht weitergeführt werden können. Der Satz erklärt nicht allein, was mit Materie auf sämtlichen physikalischen Skalen tatsächlich geschieht.

Was diese Arbeit veränderte

Der Physiknobelpreis 2020 würdigte diesen Beitrag zur Theorie Schwarzer Löcher. Penrose teilte ihn mit Reinhard Genzel und Andrea Ghez, die für ihre Beobachtungen des galaktischen Zentrums ausgezeichnet wurden.

Quellen und Referenzen